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Vibrationstraining als Sturzprophylaxe - das sagt die Forschung

Die Sturzhäufigkeit wird durch Vibrationstraining vermindert. Dass Vibrationstraining zusätzlich einen positiven Effekt auf die Knochendichte hat, ist seit Langem bekannt. Zur Sturzprophylaxe selbst kann das Vibrationstraining ebenfalls eingesetzt werden.


Vibration als Zusatz zu Balance- und Krafttraining reduziert Stürze um 25-50%

Die Studienteilnehmer absolvierten 18 Monate lang ein mehrteiliges Trainingsprogramm zweimal pro Woche je 50 Minuten. Das Training bestand aus 15 Minuten aktivem Beinkrafttraining auf einer Vibrationsplatte (25-35 Hz), 20 Minuten Tanzaerobik, 5 Minuten Balancetraining und 10 Minuten Gymnastik. Eine zweite Gruppe absolvierte das gleiche Programm ohne Vibrationselement. Eine dritte Gruppe diente mit einem leichten Wellnessprogramm als Kontrollgruppe.

Nach 18 Monaten wurde in beiden Trainingsgruppen eine Zunahme der Knochendichte an der Lendenwirbelsäule um knapp 2% festgestellt. Die Sturzhäufigkeit war in der Vibrationstrainings-Gruppe 0.7 Stürze pro Person, in der Trainingsgruppe 0.96 Stürze pro Person und in der Wellness-Gruppe 1.5 Stürze pro Person. Balance-/Krafttraining hatte also die Knochendichte erhöht und der Zusatz eines Vibrationselements hatte die Sturzhäufigkeit signifikant reduziert.

RCT; Studienteilnehmer: postmenopausale Frauen (n=151; Durchschnittsalter: 68 J)

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Auswirkungen von Vibrationstherapie auf die Knochendichte und sturzbezogene Faktoren

Diese Metaanalyse bezog acht von 3599 Studien mit 1014 Patienten ein, 477 in der Vibrationsgruppe und 537 in der Kontrollgruppe. Vibrationstherapie führte zu einer signifikanten Verbesserung der Knochendichte an der Lendenwirbelsäule. Keine Auswirkungen liessen sich am Femurhals feststellen. Alle untersuchten Studien stellten Daten zu sturzabhängigen Faktoren wie Beinstärke, Balance und Sturzrate bereit, die die Effektivität der Vibrationstherapie belegten. Es wurden keine Komplikationen berichtet. Zusammenfassend hilft niederschwellige Ganzkörper-Vibrationstherapie, den Knochenverlust in der Lendenwirbelsäule zu stoppen und kann zusätzlich als Massnahme zur Sturzprävention eingesetzt werden.

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18 Monate hochfrequentes Vibrationstraining reduziert die Sturzrate um 35%

364 Teilnehmer erhielten täglich Vibrationstraining (35 Hz, 0.3 g) à 20 Minuten, 5 Tage pro Woche über 18 Monate hinweg; 346 Teilnehmer dienten als Kontrollgruppe. Die Studie untersuchte Sturz und Sturzrate zum Zeitpunkt 0, 9, und 18 Monate. Auch die Muskelkraft des Quadrizeps, die Balancefähigkeit, die Knochendichte "bone mineral density" (BMD) und die Lebensqualität "quality of life" (QoL) wurde über diese Zeitpunkte hinweg ausgewertet.

Nach 18 Monaten waren noch 66% der Vibrationsteilnehmer dabei. Von diesen berichteten 18.6% ein Sturz- oder Frakturereignis. In der Kontrollgruppe waren dies 28.7%. Die Frakturrate der Vibrationsgruppe war 1.1% und die der Kontrollgruppe 2.3%. Damit wird Vibrationstraining als eine effektive Methode zur Sturzprävention durch Verbesserungen in Muskelkraft und Balancefähigkeit erachtet.

RCT; Studienteilnehmer: Postmenopausale Frauen über 60 Jahre (N=710)

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